Moersch Photochemie

Der Hersteller Moersch nutzt alternative Chemikalien für die Fotoentwicklung, welche weniger unverträglich für die Natur sind als andere. Wolfgang Moersch ist der Innhaber des renommierten Fotolabors für Schwarzweiß sowie Positivmaterialien in Fürth. Zu seinen Fachgebieten gehören die Fotografie sowie Fotoentwicklung und Druck.

Im Folgenden wollen wir Euch die Moersch Produkte vorstellen, welche Ihr in unserem Onlineshop bestellen könnt.

Postiventwickler

Der ECO 4812 Papierentwickler zählt zu den besten Positiventwicklern und Warmtonentwicklern.

Der Entwicklungszeit beträgt im Normalfall, bei einer Normalverdünnung von 1+14, zweieinhalb bis drei Minuten. Bei einer Verdünnung von 1+10 und einer Entwicklungszeit von zwei Minuten wird der Kontrast bei identischer Belichtungszeit erhöht.

Bei der Maschinenentwicklung ist ein saures Fixierbad erforderlich. Hierzu wird ein Starter benötigt, welcher bei einer Bestellung ab vier Litern Entwicklerkonzentrat ohne Berechnung mitgeliefert wird. Auf 100 ml Konzentrat sollten 10 ml Starter hinzugefügt werden.

Die Dmax-Werte (maximale Dichte/Schwärzung) und der Kontrastumfang sind außerdem abhängig von dem verwendeten Papier.

Das Moersch SE 30 Meritol Konzentrat ist ein langsamer Positiventwickler für neutrale bis braune Bildtöne.

Bei einer Verdünnung von 1+10 mit dem SELECT SEPIA VC entsteht bei zwei Minuten Entwicklungszeit ein warmbrauner Bildton. Bei einer Verlängerung auf drei Minuten wird eine Maximalschwärzung erreicht und der Bildton verändert sich zu einem kühlen Braunschwarz.

Das SE Catechol Konzentrat ist bei der Zweibadentwicklung als Erstentwickler einzusetzen. Dieser arbeitet langsam mit einer harten Gradation. Im ersten Bad wird so lange anentwickelt, bis Schatten deutlich erkennbar sind. Abhängig von der genutzten Verdünnung dauert dies etwa 50 bis 90 Sekunden. Je länger der Print im Erstentwickler bleibt, desto mehr wird der Bildton des zweiten Entwicklers in kühle Nuancen verschoben. Das kann gezielt genutzt werden, um bei sehr warmen Bildtönen die Schwärzung der Schatten zu vertiefen.

Die Filme werden anschließend ohne Zwischenspülung in ein zweites Bad gebracht.

Schwefeltoner:

Mit Hilfe von Schwefeltonern sollen die Farbtöne im Bild wärmere, orangefarbene Nuancen bekommen.

Schwefeltonung funktioniert sowohl direkt als auch indirekt. Indirekte Tonungen erfolgen erst nach einer Bleichung. Die vorherige Bleichung sollte allerdings nur schwach sein, denn die Töne tendieren sonst immer mehr in eine wenig schöne gelbliche Richtung.

Der Moersch MT4 Siena Schwefeltoner ist ein Polysulfidtoner für rotbraune Bildtöne mit hoher Haltbarkeit und Kapazität. Polysulfidtoner wirken auch noch bei extrem hoher Verdünnung. Verdünnungen bis 1+30 sind mehrere Monate haltbar, bei einem sehr hohen Durchsatz (1+20) sinkt der ph-Wert schneller und Farbverschiebungen zum reinen Gelbton. Außerdem ist ein langsamer Tonungsverlauf erkennbar.

Der Moersch MT5 Sepia Schwefeltoner kann als Polysulfidtoner für kühlbraune oder als direkter Toner für warme Töne verwendet werden. Es ist eine Verdünnung von 1+10 bis 1+50 möglich.

Das Moersch MT3 Vario Schwefeltoner Kit ermöglicht eine unterschiedlich starke Bleichung der Töne von Hellgelb über Gold bis Rotbraun. Abhängig ist der entstehende Ton von der variablen Mischung von Toner, Aktivator und Bleicher.

Vor der Bleichung müssen die Prints ausreichend ausgewässert sein. Die Bleichzeiten sind abhängig vom verwendeten Papier, dem gewünschten Bildton und der Verdünnung des Bleichers.

 

Die Schweltoner riechen unangenehm und sollten in Räumen mit guter Be- und Entlüftung oder sogar im Freien genutzt werden, damit gesundheitliche Risiken vermindert werden.

Blue Konzentrat:

Das Moersch SE 6 Blue Konzentrat ist ein Entwickler, welcher neutrale bis blauschwarze Bildtöne erzeugen soll. Auch hier ist der Ton abhängig vom verwendeten Papier, jedoch können durch Anwendung Blautonadditiv selbst bei der Kombination mit waren Emulsionen ein Bild mit kühlen bis kalten Nuancen entstehen.

Die Verdünnung sollte zwischen 1+10 und 1+15 und die Entwicklungszeit zwischen drei und vier Minuten liegen. Bei stärkeren Verdünnungen muss auch die Entwicklungszeit verlängert werden. Lange Entwicklungszeiten begünstigen das Entstehen von kalten Bildtönen.

 

 

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Author

Janina

Date & Time

September 7, 2017