Nanu, ist das ein Déjà vu? Zumindest kommt mir fast so vor. Vor etwas über einem Jahr habe ich mir schon mal ein Befree Advanced angesehen. Das neue sieht dem von vor einem Jahr auch verblüffend ähnlich. Allerdings hat es einen neuen Trick gelernt…

Wie schon erwähnt gleichen sich das Original und das 2n1 auf dem ersten Blick wie ein Ei dem anderen. Der Clou bei der neuen 2n1 Variante ist, dass das Befree bei Bedarf nun auch zum Einbeinstativ wird. Dies funktioniert in ein Paar einfachen Handgriffen und geht unterwegs schnell von der Hand.
Da ich über das Dreibein schon sehr Ausführlich geschrieben habe, verlinke ich an dieser Stelle einfach mal zum Testbericht des Befree Advanced.

Das eine Bein

Wofür ein Einbein?

Ein Einbeinstativ spielt seine Stärke in der Mobilität aus. Während das Einstellen eines Dreibeins recht lange dauert und einen breiten Stand voraussetzt, kann ein Einbein sehr schnell eingesetzt werden und nimmt kaum mehr Platz ein, als der Fotograf selbst. Dies ist vor allem an belebten Orten von Vorteil. Auch bei der Sport- oder Tierfotografie, bei denen schwere Teleobjektive lange oben gehalten werden müssen, wird ein Einbeinstativ gerne eingesetzt.

Das 2n1

Dabei ist wichtig, dass das Einbein die Kamera auf Augenhöhe bringt, um ein bequemes Fotografieren zu ermöglichen. Dies schafft Das 2n1 im “Einbeinmodus” auch geradeso. Bei meiner Körpergröße (ca. 185cm), befindet sich das Okular der Kamera, bei voll ausgezogenem Stativbein, fast auf Augenhöhe. Dies ist bei dem geringen Packmaß des Stativs wirklich beeindruckend! Laut Hersteller kann das Einbein nun 5 kg tragen. Das ist für die meisten Fotografen bestimmt auch mehr als genug. Einzig der Umbau könnte unterwegs Probleme bereiten. Manfrotto hat dem Lieferumfang Werkzeug für den Umbau beigelegt. Ohne dieses war es mir auch erst nicht möglich das Stativ umzubauen, da der Adapter an der Mittelsäule sehr fest angezogen war. Ich würde diesen nach dem ersten Lockern wieder Handfest anbringen, um den Umbau ohne Werkzeug zu ermöglichen. Vorsicht! Adapter nicht verlieren. Ohne diesen kann das Stativ nicht als Einbein genutzt werden.

 

Hat das Ganze auch einen Nachteil?

Die Vorteile sind nun Klar. wie sieht es nun mit den Nachteilen aus? Wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Im direkten Vergleich des 2n1 gegen das Original sieht es leider auch nicht anders aus. Allerdings fällt der Schatten hier sehr Milde aus. Das 2n1 ist um 70g schwerer und fällt so beim Reisen leicht mehr ins Gewicht. Auch der Preis ist mit der 2n1 Variante gestiegen. Allerdings hat man immer ein Einbeinstativ Griffbereit und kann eben dieses nicht mehr Zuhause vergessen. Ein zusätzliches Einbein wäre auch deutlich schwerer als die 70g Zusatzgewicht des 2n1.

Fazit

Die 2n1 Variante stellt eine praktische Erweiterung des Funktionsumfangs, dieses ohnehin schon sehr guten Reisestativs vor. So ist man mit den 2n1 allen Anforderungen gewachsen, die man an ein Stativ in dieser Klasse stellen kann. Obendrauf gibt es das Stativ auch noch in zwei Ausführungen, eine mit Schnellverschluss (QPL) und eine mit Drehverschluss (Twist Lock) der Stativbeine. So werden die Vorlieben von allen Fotografen bedient.
Deshalb bekommt das neue Befree Advanced 2n1 eine klare Empfehlung von mir.

Links

Das Befree Advanced 2n1 im Photo Lang Onlineshop