Janina November 2, 2016

Filmentwicklung im Labor

In der Blütezeit der Fotografie, war die Filmentwicklung der Negative ein fester Bestandteil in der Arbeit eines Fotografen.

Doch was genau passiert eigentlich zwischen Abgabe der Negativ – Filme und dem Abholen der gedruckten Fotos während der so genannten analogen Filmentwicklung?

Zunächst wollen wir euch den Begriff des Fotonegativ näher bringen:
Ein Negativ ist ein analoges Filmmaterial, welches spiegelverkehrt zur Originalaufnahme ist und eine umgekehrte Farbgebung aufweist. So sind dunkle Flächen bei Schwarz-Weiß Aufnahmen hell und umgekehrt. Bei Farbfilmen sind die Komplementär-Farben abgebildet.

Nun aber mehr  zum eigentlichen Vorgang der analogen Filmentwicklung. Im Fotolabor werden die eingereichten Filme mit Hilfe einer Sortierungsmaschine nach ähnlichen Bestellungen (wie zum Beispiel der Druckgröße) gruppiert.

Anschließend werden sogenannte Verarbeitungsmaschinen mit unzähligen Filmen befüllt.

Was passiert aber nun in diesen Maschinen?
Als Erstes werden die einzelnen Filme aufgerollt. Dann werden die Filme aneinander befestigt, wodurch sie eine bis zu 60 Meter lange Kette bilden. Bar Codes zwischen den einzelnen Filmen ermöglichen es, sie trotzdem noch voneinander unterscheiden zu können.

Daraufhin wird mit Hilfe von Infrarot-Licht gecheckt, ob die Filme an einzelnen Stellen beschädigt wurden. Risse und andere Beschädigungen werden per Hand mit Hilfe von Klebestreifen bereinigt.

Entwickelt werden die Bilder schließlich in vier verschiedenen chemischen Vorgängen. Dies findet in einem mit Wasser verdünnten Entwicklungstank in totaler Dunkelheit statt.

Nach dem Druckprozess markieren die Laborarbeiter fehlerhafte Drucke und ordern Neudrucke dieser Exemplare.
Anschließend werden die Fotos zugeschnitten und zusammen mit den Negativen an ihre Macher ausgeliefert und der Druckprozess ist beendet.

Heutzutage gehen Maschinen beim Fotodruck fast identisch vor, allerdings in einer rasenden Geschwindigkeit.
Doch viele bevorzugen auch heut zu Tage noch die analoge Filmentwicklung, denn hierbei hat der Fotograf einen größeren Belichtungsspielraum.

Dieses Video der TV-Show How It’s Made erklärt und zeigt euch die Filmentwicklung anschaulich und verständlich.

 

Quellen: petapixel.comkwerfeldein.de , diafix.de