Polaroid 8×10 Großformatfilm

Polaroid Originals bringt nicht nur neue Sofortbilder in herkömmlicher Größe auf den Markt, sondern auch 8×10 Filme für Großformatkameras. Es gibt übrigens keine Sofortbild-Großformatkameras. Die 8×10 Sofortbildfilme werden genau wie die anderen Filme in die Filmkassette der Kamera gelegt.
Den ersten 8×10 Großformatfilm stellte Polaroid im Jahre 1973 vor. Der handverarbeitete und abziehbare Film schenkte seinem Fotografen Bilder in bester Qualität. Zu dieser Zeit wurden noch alle Polaroidfilme via eines Trennbildverfahren und nicht wie heute mit dem praktischen Schnellentwicklungsverfahren entwickelt.

Trennbild- vs. Integralfilm

Bei den heutigen Integralfilmen wird das belichtete Negativ unmittelbar nach dem Fotografieren auf ein Positiv übertragen. Negativ, Positiv und Fixierentwickler bilden hier eine Einheit und das durchsichtige Positiv wird über einen Spiegel belichtet. Weitere Entwicklungsschritte sind nicht notwendig, der Fotograf muss das Sofortbild lediglich nach dem Druck abdunkeln.

Bei dem Trennbildverfahren müssen Positiv und Negativ noch per Hand getrennt werden. Zwischen der negativen und positiven Schicht befindet sich eine Entwicklerpaste, welche beim Herausziehen des Filmes zwischen den beiden Schichten verteilt wird. Nach der entsprechenden Einwirkzeit (30- 90 Sekunden) wird die negative Schicht von der Positiven getrennt und das fertige Bild liegt vor.

Bei dem Polaroid  8×10 Großformatfilm handelt es sich um einen Integralfilm. Allerdings wird der Film trotzdem manuell entwickelt. Hierfür benötigt man einen passenden Filmhalter sowie einen Prozessor für die Entwicklung.

Der Polaroid 8 x 10 Großformatfilm

Obwohl dieser Film komplexer als andere Instant-Formate ist, scheut sich Polaroid Originals sich weder vor Kosten noch vor Mühen und stellt den Film bis heute fast ausschließlich per Hand her. Denn es gibt keinen vergleichbaren Großformatfilm, mit solch einer Klarheit und Detailreichtum.

Der Film eignet sich für klassische Großformatkameras und somit für Leute, welche die alte Schule mögen. Wer diesen Film nutzt, sollte sich sowohl mit Großformatkameras als auch mit der manuellen Trennbild-Entwicklung der Filme auskennen. Für die ersten Sofortbild-Schritte solltet ihr zunächst zu einer klassischen Sofortbildkamera mit Integralfilmen greifen, denn das ist preisgünstiger und leichter.

Beachtet beim Fotografieren unbedingt, dass die Bilder spiegelverkehrt aufgenommen werden. Die Fotos sollten etwa für fünf Minuten im Prozessor entwickelt werden. Die Fotos werden danach zunächst blau erscheinen, mit der Zeit jedoch ihre Originaltöne annehmen.

Dieses Video wurde zwar mit dem Impossible 8×10 Inch Film gedreht, es gibt euch jedoch trotzdem einen guten Einblick in das Fotografieren mit einem 8×10 Sofortbildfilm, sowie für das Trennbildverfahren mit Prozessor.

In einem Film befinden sich 10 Bilder À 8×10 Inch, also 18×24 cm mit ISO 640. Die Filme sollten bei einer Temperatur zwischen 1 und 7 °C gelagert werden, legt sie also am Besten in euren Kühlschrank. Die Farbbilder sind nach etwa 15-20 Minuten fertig entwickelt, die monochromen schon nach 5 bis 10.

 

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Author

Janina

Date & Time

November 6, 2017