Die Manfrotto Fotofilter

Manfrotto bietet ein umfassendes Sortiment verschiedener Fotofilter. Hierzu gehören UV-, Zirkularpol-, und ND-Filter. Außerdem gibt es das praktischen XUME Adapter System, für ein schnelles Wechseln der Filter.

Alle Fotofilter verfügen über eine Mehrfachvergütung, durch welche Reflexionen minimiert und eine maximale Lichtdurchlässigkeit erreicht werden. Die unterschiedlichen Güteklassen der Filter unterscheiden sich hauptsächlich durch die Anzahl der Vergütungsschichten. Mit jeder Schicht der Filter wird deren Wirkung verstärkt. Die Filtergrößen reichen von 49 bis zu 82 mm. Jeder der Manfrotto Fotofilter wird mit einer wieder verwendbaren Filmdose geliefert, welche die Filter vor Schäden schützen und perfekt für den Transport dieser geeignet sind.

Im Folgenden wollen wir Euch die verschiedenen Filter und ihre Funktionen genauer vorstellen.

XUME Adapter:

Der XUME Schnellwechseldapter ist ein cleveres Filtersystem, welches die Nutzung der verschiedenen Fotofiltern einfacher und schneller macht.

Sie ermöglichen es, die Filter schnell am Objektiv zu befestigen. Es handelt sich um ein patentiertes System, welches die Nutzung von Filtern erleichtern soll. Der Fotograf muss nichts ausrichten, es sind keine beweglichen Komponenten und das Equipment ist gesichtert.

Das XUME-System besteht aus zwei wesentlichen Komponenten: einem Objektivadapter und einem Filterhalter. Diese werden in das Gewinde des Objektives und des Filters geschraubt und verbleiben dort. Das An- und Abschrauben der Filter ist nun nicht mehr notwendig, denn der Objektivadapter und Filterhalter sind mittels Magneten schnell miteinander verbunden und gewährleisten so eine schnelle Befestigung des Filters.

Die Filter lassen sich bei Bedarf leicht und schnell wechseln und der Fotograf kann so schnell auf wechselnde Belichtungssituationen reagieren. Die Befestigung ist in jede Richtung möglich und die Filter halten auch bei senkrechter Kamerahaltung auf dem Objektiv.

Ein magnetischer XUME-Objektivdeckel schützt den Filter sowie die Frontlinse außerdem, wenn die Kamera gerade nicht genutzt wird.

Ich habe das System für Euch getestet. Anfangs hatte ich ein wenig Probleme mit dem Befestigen der relativ kleinen Komponenten und alles hat irgendwie nicht so gehalten wie es sollte. Doch wenn diese richtig mal sitzen sind hält der Filter gut auf dem Objektiv und lässt sich schnell wieder lösen. Für Fotografen, welche während des Fotografieren gerne Ihre Filter wechseln ist dieses System also wirklich nützlich.

Kleiner Tipp am Rande: befestigt die Adapter bereits zu Hause in Ruhe jeweils an Objektiv und Filter und nicht so wie ich erst kurz vor dem Foto. In diesem Fall müsst Ihr zwar den Filter nicht mehr an das Objektiv schrauben, dafür allerdings die einzelnen Komponenten. Zeit und Aufwand habe ich nicht wirklich gesparrt.

UV-Filter:

Die UV-Filter sind multifunktional: Sie blockieren ultraviolettes Licht um Unschärfe und Blaustichigkeit zu reduzieren. Zudem schützen sie das Objektiv, dank der Mehrfachvergütung, vor Staub, Feuchtigkeit oder Kratzern und sind wasserabweisend. Die Filter können dauerhaft auf dem Objektiv bleiben und haben eine kaum reflektierende Oberfläche.

Zu den Güteklassen der UV Filter gehören:

  • Essential: 8-fach beschichtet, Lichtdurchlässigkeit von 99 %
  • Advanced: 12-fach beschichtet, Lichtdurchlässigkeit von 98.8 %.
  • Professional: 12-fach beschichtet, Lichtdurchlässigkeit von 99.3%

Zirkularpolfilter:

Die Zirkularpolfilter steigern den Kontrast und die Sättigung eines Bildes, die Reflexion von Wasser oder Glas wird reduziert. Das Gras erscheint grüner und der Himmel blauer. Bei der Anwendung dreht der Fotograf den Fotofilter, um die bestmögliche Wirkung zu erreichen. Der Filter sorgt zudem für eine gleichmäßige Lichtverteilung. Farbe und Schärfe des Motivs bleiben hierbei bestehen und die Bildqualität wird insgesamt verbessert. Zudem sind die polarisierten Filter wasser- und ölabweisend und lassen sich folglich leicht reinigen. Sie sind außerdem kratzfest und verfügen über eine einzigartige, antistatische Oberflächenbehandlung.

Auch hier gibt es folgende Güteklassen:

  • Essential2-fach beschichtet, Lichtdurchlässigkeit von 68 %
  • Advanced: 12-fach beschichtet, Lichtdurchlässigkeit von 68,1 %
  • Professional: 12-fach beschichtet, Lichtdurchlässigkeit von 90 %

Ich bin vor ein paar Tagen hoch zu der Veste Oberhaus in Passau, um den Advanced Zirkularpolfilter an der tollen Aussicht auf Passau zu testen. Leider hat mich die Wetterfee im Stich gelassen: Es war Sonnenschein prognostiziert, doch stattdessen bekam ich nebeliges Regenwetter vor die Linse gesetzt. Das trübe Wetter konnte der Filter nicht unbedingt strahlender zaubern und auch das rechte Bild wirkt etwas trostlos. Doch auf dem rechten Bild wirken die Farben meiner Meinung schon etwas kräftiger. Bei einem strahlenden Sonnentag ist diese Wirkung wohl stärker zu erkennen.

ND-Filter:

Sie werden auch Graufilter genannt, bestehen aus abgedunkelten, optischem Glas und haben eine 16-fache Merfachvergütung. ND-Filter sind dazu geeignet, die Lichtmenge, welche auf den Kamerasensor trifft, zu reduzieren, ohne dabei die Farbe des Bildes zu verändern. Sie sind eine Art Sonnenbrille für das Objektiv. Der Fotograf ist dank der Fotofilter bei der Wahl der Verschlusszeiten flexibel und kann diese künstlich verlängern. Mit einem ND500 ist es möglich, eine Verschlusszeit von bis zu 30 Sekunden zu nutzen, und das am helligten Tag. So können zum Beispiel öffentliche Plätze durch extrem lange Belichtungszeiten menschenleer abgebildet werden, oder Wasserflächen glatt erscheinen.

Bei den ND-Filtern gibt es folgende Schichten:

  • ND8: Reduktion des Lichts um drei Blenden
  • ND64: Reduktion des Lichts um sechs Blenden
  • ND500: Reduktion des Lichts um neun Blenden

Ich habe den ND64 Fotofilter ebenfalls getestet. Der Sonnenbrilleneffekt ist auf jeden Fall sichtbar: Das rechte Bild wird dunkler und eine längere Belichtungszeit bei Tag ist folglich möglich.

Ich habe zum aller ersten Mal mit Filtern fotografiert und muss mich noch ein wenig an diese Thematik herantasten.  Meine beiden Motive sind nicht wirklich geeinget, um die Wirkung von Filtern hervorzuheben, auch wenn ein Unterschied zu erkennen ist. Ich bin auch wirklich erstmal ahnungslos losgetappt und habe die Filter aufgesetzt um zu sehen was passiert. In den nächsten Wochen werde ich noch genauer mit den verschiedenen Filtern experimentieren um sie zu testen.

Euch erwartet schon bald ein Beitrag mit genauere Einblicken über die Manfrotto Fotofilter. Ich werde  verschiedene Vergleichsfotos mit den verschiedenen Filtern knippsen, um Ihre jeweiligen Vorzüge genauer zu testen und bewerten.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse. Habt Ihr schon Erfahrungen mit Filtern gesammelt? Falls ja, freue ich mich sehr über eure Erfahrungsberichte und Tipps in den Kommentaren.

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Author

Janina

Date & Time

März 25, 2017