Ilford XP2 400 | S/W Entwicklung mit C-41 Chemikalien

Nur wenige Schwarzweiß Filme werden mit C-41 Chemikalien entwickelt. Zu ihnen zählt der Ilford XP2 400, welchen wir Euch in diesem Beitrag etwas näher vorstellen werden.

 

Doch bevor wir uns diesem widmen, beschäftigen wir uns zunächst ganz allgemein mit der C-14 Entwicklung.

C-14 ist ein standardisierter Prozess für die Entwicklung von Farbnegativfilmen und wurde von dem Unternehmen Kodak erfunden.

Der Ablauf der C-14 Prozess gliedert sich grundsätzlich in folgende Schritte:

  1. Entwickeln
  2. Bleichen
  3. Fixieren
  4. Schlusswässern
  5. Stabilisieren

 

Entwickeln

Hierbei werden Silberverbindungen an den belichteten Stellen eines Films zu metallischen Silber reduziert. Mittels hierbei entstehender Entwickler-Reaktionsprodukte werden an diesen Stellen zuvor farblose Farbstoffe aktiviert. Diese Reaktionen finden in allen drei Schichten eines Farbnegativ statt.

Bleichen

Das beim Entwickeln entstande Silber erscheint schwarz und muss entfernt werden. In einem Bleichbad wird es in Silberbromid umgewandelt.

Fixieren

Doch auch an den unbelichteten Schichten des Films bilden sich Silberverbindungen. Diese werden unter Lichteinwirkung zu schwarzen, metallischen Silber reduziert. Mittels des Fixierbades werden diese Silberhalogenide aus den Filmschichten gelöst.

Schlusswässern

In der Schlusswässerung werden die Reste des Fixierbads entfernt, um Verfärbungen auch wirklich zu vermeiden.

Stabilisieren

Abschließend wird ein Stabilisierungsbad durchgeführt, welches Restchemikalien unschädlich macht.

Eigentlich ist der C-41 Prozess der herkömmliche Entwicklungsprozess von Farbnegativen. Doch wie bereits erwähnt: Auch einige, wenige Schwarzweiß Filme können mittels C-41 entwickelt werden. Der große Vorteil hierbei ist, dass die Entwicklung deutlich schneller verläuft als bei herkömmlichen Schwarzweiß Filmen und zudem auch preisgünstiger ist.

 

Der Ilford XP2 400

Der Schwarzweiß Film ist mit einem ISO Wert von 400 hochempfindlich. Doch trotzdem liefert er Bilder mit außergewöhnlicher Feinkörnigkeit und Schärfe, welches eigentlich Merkmale von niedrig empfindlichen Filmen sind. Der XP2 hat außerdem einen weiten Belichtungsspielraum und kann problemlos von 200-800 ISO belichtet werden, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Die fertigen Bilder zeichnen sich außerdem durch einen starken Kontrast aus.

Der Film ist ein sogenannter chromogener Film: Die dem Negativfilm entsprechende Schwärzung wird durch die während der Entwicklung gebildeten Farbstoffe hervorgerufen. Bei der herkömmlichen Schwarzweiß Entwicklung werden diese durch das metallische Silber hervorgerufen. Somit bietet der XP2 großen Vorteil, dass er mittels des C-41 Farbnegativprozess zusammen mit Farbfilmen verarbeitet werden kann. Die C-41 Entwicklung ist in jedem lokalen Filmlabor oder Drogeriemarkt möglich.

Der XP2 lässt sich außerdem ganz einfach, wie herkömmliche Negative auf Schwarzweiß Fotopapier vergrößern oder kopieren.

Die fertigen Bilder sind zwar oft nicht komplett farblos und weißen einen Sepiaton auf, doch gerade das verleiht den Bildern auch einen gewissen Charme. Wir können Euch diesen Film wirklich empfehlen.

In unserem Onlineshop könnt ihr den Ilford XP2 400 als Kleinbildfilm, als Rollbildfilm im Mittelformat als auch zusammen mit einer Einwegkamera erstatten.

In dieser Flickr Gruppe könnt ihr Ergebnisse des Ilford XP2 400 bewundern.

Please follow and like us:
RSS
Follow by Email
Facebook
Facebook
GOOGLE
PINTEREST
INSTAGRAM

Categories

Author

Janina

Date & Time

März 6, 2017

Wir freuen uns, wenn du diesen Beitrag teilst :)

RSS
Follow by Email
Facebook
Facebook
GOOGLE
PINTEREST
INSTAGRAM