Die Welt der analogen Fotografie | Die Sofortbildfotografie

Es ist der “Zauber des Augenblicks“, die Unberechenbarkeit, das Unmittelbare, welches so viele an der Sofortbildfotografie begeistert.

Das Bild wird unmittelbar nach dem Auslösen gedruckt, man hält es also sofort in der Hand. Hierdurch entsteht ein viel größer Bezug zu zu dem Foto, denn jedes Foto ist einzigartig und geht nicht in den vielen digitalen Ordnern auf dem PC unter. Der Fotograf hat die Sofortbildkamera nie zu hundert Prozent unter Kontrolle, man kann nie vorhersagen welche Farben das Bild annehmen wird, oder welche Belichtung es später haben wird. Manchmal ist das Ergebnis ungewollt, doch oft sind gerade diese “Unfälle“ die schönsten Ergebnisse.

Photo Lang ist mit der Sofortbildfotografie groß geworden. Herr Lang kaufte weltweit sämtliche Restbestände auf und verfügt somit über das größte Sofortbild Lager Deutschlands. Mit dem Thema Sofortbildfotografie kennen wir uns also bestens aus.

Der Pionier der Sofortbildfotografie ist die Firma Polaroid.

Die Tochter des amerikanischen Physikers und Unternehmers Dr. Edwin H. Land störte die lange Wartezeit bei der analogen Filmentwicklung und fragte ihren Vater eines Tages, warum sie ihre Fotos denn nicht sofort bekommen könne. Dies brachte Dr. Edwin H. Lang auf die Idee der Sofortbildfotografie.

Die Banken und Kreditgeber unterstützen diese Idee anfangs nicht, doch Land ließ sich nicht stoppen und gründete im Jahre 1937 das Unternehmen Polaroid. Im Jahre 1948 folgte die erste Polaroid Kamera. Diese trug den Namen “Land Camera Model 95“ und wurde mit dem Werbeslogan “See it, snap it“ beworben. Anfangs waren nur Schwarz-Weiß Bilder möglich, doch bereits im Jahre 1963 wurde der erste Farbfilm entwickelt.

Das Beeindruckendste der Polaroidfotografie ist wohl das Schnellentwicklungsverfahren, welches das belichtete Negativ unmittelbar nach dem Fotografieren auf ein Positiv überträgt. Beim Herausziehen des Polaroidbilds aus der Kamera läuft der Film zwischen zwei Walzen hindurch, die eine Entwicklerpaste zwischen Positiv und Negativ verteilten. Nach nur 30 bis 90 Sekunden kann man das fertige Positiv bereits betrachten. Dieses Monoblatt-Verfahren gab es ab dem Jahre 1972, zuvor wurden Negativ und Positiv im Trennbild-Verfahren noch von Hand getrennt.

Polaroid -Kameras wurden mit der Zeit immer häufiger in Fotostudios für die Kontrolle von Belichtung, Bildaufbau und Lichtführung verwendet. In den 70’er und 80’er Jahren wurde die Sofortbildkamera außerdem von Künstlern wie Andy Warhol und Robert Frank als künstlerisches Mittel erkannt und es wurde die Polaroid Collection mit 22.000 Original-Polaroid-Fotos gegründet.

Polaroid wurde schnell zum Synonym für die Sofortbildfotografie, doch es gab auch Konkurrenten auf dem Mark.

Kodak wollte auf den Erfolg von Polaroid aufspringen und entwickelte eigene Sofortbildkameras. Allerdings verlor Kodak einen Patentstreit mit Polaroid und musste die bislang größte Schadenersatzsumme, welche durch einen Patentstreit entstand, an seinen Konkurrenten zahlen. Ironischerweise bot Land Kodak sein Patent im Jahre 1947 zum Verkauf an, doch dieses lehnte Kodak damals ab, da es die Idee nicht für wettbewerbsfähig einschätzte.

Eine weitere Firma auf dem Markt der Sofortbilder ist die Firma Fuji. Diese entwickelte im Jahre 1981 ebenfalls eine Sofortbildkamera und verstoß damit eigentlich auch gegen die Patentrechte von Polaroid. Die beiden Firmen einigten sich darauf, dass Fuji seine Kameras weiterhin verkaufen durfte, wenn er seine Produkte günstig an Polaroid verkauft. Laut Expertenmeinungen entwicklete Fuji die bis zu diesem Zeitpunkt qualitativ beste Sofortbiildkamera – allerdings unter dem Namen Polaroid. Die Polaroid-Patente liefen jedoch im Jahre 1997 ab.

Die Erfolgsgeschichte von Polaroid war zeitlich begrenzt. Die Firma musste die Produktion von Kameras im Jahre 2007 aus wirtschaftlichen Gründen einstellen und verkündete ein Jahr später, dass es die Produktion von Filmen für Polaroidkameras ebenfalls stoppen wird. Noch im selben Jahr wurden die Fabriken in den USA, Mexiko und in den Niederlanden geschlossen und mehr als 450 Arbeiter verloren ihren Arbeitsplatz.

Doch im selben Jahr gründeten Dr. Florian Kaps, André Bosman and Marwan Saba das Impossible Projekt. Das Start-Up kaufte Polaroids letzte Filmfabrik in Enschede in den Niederlanden ab, um das Sofortbild vor dem Aussterben zu bewahren.Bereits seit dem Jahre 2010 werden neu produzierte Sofortbildfilme für alte Polaroidkameras verkauft. Inzwischen gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Filmtypen.

In diesem Jahr kam auch das erste eigene Kameramodell der Firma auf den Markt: Die Impossible I-1.Die Kamera wird als “Polaroid 2.0“ bezeichnet. Sie ist quasi eine Verbindung der ursprünglichen Polaroidkameras und neuen digitalen Funktionen.  Sucher und Auslöser sind altmodisch gehalten, während ein Led-Blitzring und das Objektiv die modernen Bestandteile der Kamera sind. Die Kamera lässt sich außerdem per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden und mit Hilfe einer App können Blende und Verschlusszeit eingestellt werden. Zudem kann das Handy als Fernauslöser eingesetzt werden.

Sofortbilder sind wegen ihres Retro-Looks und ihrer Einzigartigket sehr beliebt in unserer eigentlich so modernisierten Welt. Gerade deswegen ist es so schön, dass Impossible ihnen eine neue Chance gegeben hat und damit sehr erfolgreich ist.

Während unserer Weihnachtsaktion kannst du die Impossible inklusive zwei Filmen zum unglaublichen Sparpreis übrigens hier erhalten.

Quellen: www.wired.deen.wikipedia.org/www.kata-bags.de ,www.cinema5d.comwww.spiegel.de ,www.sofortbildkamera-test.de ,www.prophoto-online.de

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Author

Janina

Date & Time

November 21, 2016

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