Janina Januar 4, 2017

Die Grundlagen der Fotografie sind schnell verstanden und nutzen euch erheblich beim Fotografieren.

Im Automatikmodus kann auch jemand, der absolut keine Ahnung von seiner Kamera und der Fotografie hat, in der Regel gute Fotos erreichen. Doch durch das Anpassen bestimmter Einstellungen lassen sich noch bessere Bilder mit persönlicher Handschrift erreichen.

Doch um in der Halbautomatik oder gar manuell zu fotografieren, muss man seine Kamera mit ihren Komponenten verstehen um diese richtig anzuwenden. In diesem Beitrag werden wir euch die Grundlagen der Fotografie heranführen.

Die Belichtungszeit

Die Belichtungszeit bestimmt wie lange das einfallende Licht durch die Öffnung des Objektives fällt. Um kurze Momente einzufrieren eignet sich eine kurze Belichtungszeit, um den Moment haargenau einzufrieren und verschwommene Fotos zu vermeiden. Je dunkler es wird, desto länger muss die Belichtungszeit sein, mit besonders langen Belichtungszeiten lassen sich tolle Lichtmalereien machen.

Die Blende

Die Blende bestimmt, wie weit das Objektiv geöffnet wird. Je weiter das Objektiv geöffnet ist, desto mehr Licht fällt hinein. Die Größe der Öffnung wird mit der Blendenzahl, z.B f/5.6 beschrieben. Jedoch ist die Blende umso weiter geöffnet umso niedriger die Blendenzahl ist. Die Blendeneinstellung f/1.4 beschreibt somit eine besonders weit geöffnete Blende. Je größer die Blende, desto heller das Bild und desto größer der Unschärfebereich.  So werden in der Landschaftsfotografie möglichst kleine Blenden verwendet um alle Bereiche scharf darzustellen. Die Portraitfotografie und die Macrofotogrfie greifen eher zu großen Blendenöffnungen um die Personen oder das Objekt von einem unscharfen Hintergrund abzuheben.

F 7.1

F 3.5

 

Der ISO-Wert:

Der ISO Wert beschreibt die Lichtempfindlichkeit eines Bildes. Je niedriger der ISO Wert desto weniger lichtempfindlicher ist der Sensor für das einfallende Licht. Ein niedriger ISO Wert ist folglich geeignet für von Natur aus helle Motive. Ein höher ISO Wert führt zum sogenannten Bildrauschen, das Bild wird also pixelhaltiger und auch die Farbintensität nimmt ab. Um ein stärker belichtetes Bild zu erreichen sollte man also zunächst Belichtungszeit und Blendenzahl anpassen oder einen Blitz verwenden.

ISO 3200

 

Das Zusammenspiel der Werte

Die oben erklärten Komponenten bestimmen die Belichtung eines Bildes und beeinflussen sich dabei gegenseitig. Zu den Grundlagen der Fotografie gehört auch das Zusammenspiel dieser Werte.

Wenn der Fotograf nun also die Blende variieren will aber die vorherige Belichtung beibehalten will, muss er ebenfalls die Belichtungszeit ändern. Der sogenannte Lichtwert gilt als Richtwert für die richtige Belichtung. Er ist ein Algorithmus aus Blendenzahl und Belichtungszeit.

Er lässt sich mit folgender Formel berechnen: log(2) (Bledenzahl²/Belichtungszahl)

Eine Kombination von Blende und f/4.5 und einer Belichtungszeit von 1/60 Sekunde ergibt die gleiche Helligkeit wie die Kombination von f/1,8  und einer Belichtungszeit von 1/400 Sekunde. Allerdings ist der Hintergrund bei der größeren Blendenöffnung unschärfer.

F/4.5 – 1/60 Sek.

F/1.8 – 1/400 Sek

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Faustregel lässt sich vereinfacht lässt sich sagen:

Je größer die Blende, desto kürzer ist die Belichtungszeit.

Je kleiner die Blende, umso länger ist die Belichtungszeit.

Eine perfekte Belichtung erreicht man meist durch Probieren und das Sammeln von Erfahrungen.

Falls die Blende bereits maximal geöffnet ist kann man im Gegenzug auch die Lichtempfindlichkeit verändern. Verkürzt man Beispielsweise die Belichtungszeit um das Vierfache, muss die ISO-Wert um das vierfache erhöht werden, um eine gleiche Helligkeit zu erzeugen.

Die Graphik von reisen-fotografie.de zeigt das sogenannte Belichtungsdreick welche die drei Faktoren und deren Zusammenspiel nochmals zusammenfasst.

Belichtungsprogramme

Eine Digitalkamera, welche auch manuelle Einstellungen erlaubt, verfügt über verschiedene Belichtungsprogramme:


Die Vollautomatik (Auto, A+)

Hier werden sowohl Blende, ISO Wert  als auch die Belichtungszeit automatisch eingestellt. Der Sonsor misst die verschiedenen Belichtungseinflüsse und die richtigen Einstellungen werden vorgenommen.

Programmautomatik (P)

Eine gute Alternative zur Vollautomatik, denn die Blendeneinstellung und die Belichtungszeit werden weiterhin automatisch von der Kamera eingestellt und nur der ISO Wert wird manuell vom Fotografen bestimmt.

Bei vielen Kameras kann bei der Programmautomatik außerdem eine Programmverschiebung genutzt werden: Die Blendenzahl oder die Belichtungszeit kann für eine Aufnahme angepasst werden. Die vorgenommenen Einstellungen werden jedoch nach kurzer Zeit für weitere Aufnahmen wieder zurück gesetzt.

Zeitautomatik (A; Av)

Hier stellt der Fotograf die Blende manuell nach seinen Wünschen ein und die Belichtungszeit wird automatisch an die passenden Lichtverhältnisse angepasst.

Blendenautomatik (T; Tv; S)

Dieser Modus funktioniert genau umgekeht: Der Fotograf bestimmt die Belichtungszeit und die Blende wird automatisch angepasst.

Manueller Modus (M)

Im manuellen Modus werden sowohl Belichtungszeit als auch Blende manuell eingestellt und die Kamera nimmt keine Belichtungskorrektur vor.

 

Neben den oben genannten Aufnahmen gibt es bei vielen Kameramodellen noch spezielle Belichtungsprogramm wie zum Beispiel der “Sport-“ oder der “Nacht-Modus.“

 

Das Fokussieren

Des Weiteren lässt sich noch zwischen dem Autofokus und dem manuellen Fokussieren entscheiden. Das gewünschte Fokussierungsprogramm lässt sich über einen Schalter am Objektiv wählen.

Beim Autofokus messen die Sensoren  das einfallende Licht und stellen den kontrastreichsten Punkt im Bild scharf. Der Autofokus der aktuellen Kameramodelle ist sehr schnell und präzise und werden meist von Anfängern oder Hobbyfotografen bevorzugt, denn er erleichtert das Scharfstellen.  Jedoch ist eine ungenaue Fokussierung nicht auszuschließen und bei manchen Motiven (z.B glatte Flächen, fallende Schneeflocken) gelingt es dem Autofokus nicht, den gewünschten Punk scharf zu stellen.

In diesem Fall sollte der Fotograf eher zum manuellen Fokus greifen, denn hier  bleibt es dem Fotografen überlassen, die gewünschte Schärfenebene einzustellen. Das kann besonders anfangs Schwierigkeiten und es bedarf ein wenig Übung und Zeit den Fokus richtig zu setzten. Die Fokus-Lupe im Live-View leistet hierbei Hilfe, da sie auf das scharf zustellende Objekt zoomt.

 

Wir wünschen euch viel Spaß beim Probieren und Fotografieren und hoffen dieser Beitrag konnte euch die Grundlagen der Fotografie etwas näher bringen.

Auf unserem Blog gibt es noch weiter Beiträge mit Tipps und Tricks zum Fotografieren:

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