Janina Februar 9, 2018

Das war’s…

Keine Angst, der Photo Lang Blog bleibt euch erhalten, doch ich (Janina) werfe das Handtuch.

Falls ihr es noch nicht wisst, Photo Lang befindet sich im Moment mitten im Umzug nach Salzweg, einer Gemeinde im Süden von Passau. Das dortige Lager ist größer und bietet genügend Platz für eine große Auswahl an Fotoprodukten sowie ein künftiges ein Fotostudio und eine Dunkelkammer. Ihr könnt euch also auf viele tolle Projekte freuen.

Für mich ist der Arbeitsweg nach Salzweg nur leider nicht mehr mit Uni und Co vereinbar, weshalb ich Photo Lang nach eineinhalb Jahren nun leider den Rücken zuwenden muss. Mein Nachfolger wird sich in den nächsten Wochen bestimmt bei euch vorstellen. Ich möchte nun noch ein bisschen in Erinnerungen schwelgen, da müsst ihr durch, sorry.

Durch Photo Lang habe ich erste Kontakte mit der analogen Fotografie geknüpft. Da ich in diesem Gebiet absolut keine Ahnung hatte, starten wir eine Beitragsreihe über die ersten Schritte in der analogen Fotografie. Ich durfte einfach Losziehen, mich in der analogen Fotografie probieren und meine Erfahrungen schildern. Eigentlich war mir schon nach meinem ersten Foto klar, dass diese Entschleunigung voll mein Ding ist, inzwischen ziehe ich auch außerhalb der Arbeit mit der alten Canon von meiner Mutter durch die Gegend. Ich habe mich jedes Mal sehr gefreut, wenn ich etwas über den Bereich der analogen Fotografie schreiben konnte und ich lege jedem Fotofan ans Herzen, sich hier mal auszuprobieren. Bei Photo Lang könnt ihr schließlich eine große Bandbreite an analogen Produkten zu guten Preisen erstatten :D.

Während meiner Zeit im Fotogroßhandel ist noch eine weitere Liebe bei mir entfacht, welche ebenfalls mit der analogen Fotografie zu tun hat: Das Sofortbild. Ich habe mehrere Sofortbildkameras für euch getestet oder einfach nur genauer unter die Lupe genommen, sowohl alte als auch neue Modelle, sowohl kleine als auch große Formate. Und ich muss gestehen, die ersten Versuche gingen ziemlich in die Hose, es ist gar nicht so leicht ein tolles Sofortbild zu erreichen, da das Bild meist nicht so aussieht wie im Sucher angepriesen. Nachdem ich die Polaroid One Step 2 ausgetestet habe, war ich zunächst ziemlich enttäuscht über den Großteil meiner Ergebnisse. Da ich gar nicht so genau wusste, was ich eigentlich falsch gemacht habe waren die Fehlschüsse besonders deprimierend. Mein Kollege brachte mich auf die Idee, mich mit dem Polaroid Support in Verbindung zu setzen, um heraus zu finden, woran es denn gehapert hat. Hieraus ist ein Beitrag entstanden, in welchen ich euch meine Fehlschüsse zeige, meine Erfahrungen schildere und euch die Tipps von Polaroid weiter gebe. Der Beitrag wurde ganz fleißig von euch gelesen und ich hoffe, er hat euch auch dem entsprechend weiter gebracht. Inzwischen bin ich übrigens selbst stolze Besitzerin einer instax mini Neo Classic, und inzwischen knipse ich fast nur noch zufriedenstellende Bilder – aus Fehlern lernt man ja bekanntlich am meisten.

Aber nicht nur die analoge Fotografie hat mir große Freude bereitet, ich hatte auch großen Spaß dabei, euch Tipps für die digitale Fotografie weiter zu geben. Ich bin bei Weitem kein Profi, doch durch meinen Job hier habe ich endlich wieder regelmäßig zur Kamera gegriffen und habe so kontinuierlich dazu gelernt. Und genau das möchte ich euch weitergeben: Fotografieren lernt man am Besten, in dem man es tut. Vielleicht können meine Beiträge euch ja einen kleinen Anstoß hierzu geben.

Was ich an dieser Zeit hier auch ziemlich genossen habe, waren die Produkttests. Es hat total viel Spaß gemacht, das unterschiedlichste Zubehör aus zu probieren und euch meine Erfahrungen weiter zu geben. Das ist das Paradies für Fotobegeisterte und das werde ich wirklich missen. Das eine oder andere Produkt – wie zum Beispiel das Lomo Daquerroetype –  habe ich mir übrigens selbst geholt – Photo Lang hat also auch von mir profitiert :D.

Ich habe erste Einblicke in Photoshop sowie html bekommen, was mit in meinem weiteren Werdegang sicherlich nicht schaden wird. Und ich als eingeschweißte Windows Nutzerin nun auch endlich mit einem Mac Book umgehen, naja meistens zumindest.

Ich hatte wirklich eine tolle Zeit voller neuer Erfahrungen bei Photo Lang. Mir wurde sehr viel Vertrauen geschenkt und ich durfte eigenverantwortlich arbeiten lassen, wofür ich sehr dankbar bin. Ich durfte mich und meine Ideen ausprobieren und konnte so eine Menge neuer Erfahrungen sammeln. Ich konnte mich intensiv mit der Fotografie auseinandersetzten, und habe während der Arbeit mein Know-How für eines meiner liebsten Hobbys vertieft.

Eine Sache will ich auf keinen Fall außen vor lassen: ein wunderbar, verrücktes und offenes Team. Ich wurde hier von Anfang an gut aufgenommen und eingegliedert. Wurde nie von oben herab betrachtet, obwohl ich nur auf Minijob-Basis eingestellt war. Meine Meinung zählte und ich wurde immer in die Entscheidungen, die den Blog oder Social Media betrafen, einbezogen. Ich musste nie mit schlechter Laune oder Arroganz herrschen, denn die gab es hier einfach nicht und da habe ich in Praktika und Co schon wirklich andere Erfahrungen gemacht. Während meiner stressreichen Prüfungsphase wurde Rücksicht auf mich genommen, und als mein Zug auf dem Weg nach Passau strandete und ich am nächsten Tag leider nicht im Büro aufkreuzten konnte musste ich nicht mit Konsequenzen rechnen und habe mich einfach bei meiner fortgesetzten Zugreise an die Blogbeiträge gemacht. Diese Flexibilität ist während des Studiums ein echter Zugewinn.

Die Kaffeepause am Vormittag kam mir sehr entgegen, denn jedem Montagmorgen um sieben Uhr aufzustehen war mich jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung – das werde ich sicherlich nicht vermissen :P.  War mir auch nicht abgehen wird, ist die Kälte im Büro, die anscheinend nur ich empfinde. Ich wühle schon immer die dicksten Pullis aus meinem Schrank und tauche im Zwiebellook auf, doch mit ist hier wirklich immer klar. Spätestens nach der Mittagspause, saß ich zur Belustigung meiner Kollegen,  bibbernd in meinem Schal gewickelt vor dem Computer. Mein Kollege sitzt im Übrigen gerade im T-Shirt neben mir. Von der Kälte im Lager beim Fototisch will ich erst gar nicht anfangen…

Ich bin auf der einen Seite froh, dass ich n den Semesterferien nun ausgiebig Zeit für meine Klausuren, Hausarbeiten und Projektabgabe habe. Doch der Abschied fällt mir auch sehr schwer und es ist ein ganz komisches Gefühl, gerade meinen letzten Blobeitrag zu verfassen.

Falls ihr aus Passau und Umgebung kommt, oder mal hier seit und gerne fotografiert oder einfach ein Passbild braucht, kann ich euch nur ans Herz legen, Photo Lang in Salzweg mal einen Besuch abzustatten. Euch erwartet eine aufgeschlossene und ausführliche Beratung, denn ihr arbeiten wirklich fotobegeisterte Menschen.

Ich werde sicherlich auch das ein oder andere Mal vorbei kommen, ich brauche schließlich weiterhin Filme. Und wer weiß, vielleicht kann ich sie sogar schon ganz bald bei Photo Lang entwickeln lassen.