Das Sigma USB Dock | Personalisierung von Objektiven

Kreiere dein “eigenes“ Objektiv ganz einfach zu Hause am Rechner. Mit Hilfe des Sigma USB Dock können die neuen Sigma Objektive aus der Produktserie Contemporay, Art und Sports kalibriert werden. Der Fotograf kann sein Objektiv nun mittels Feineinstellungen selbst an seine Bedürfnisse anpassen.

Die Objektive müssen somit zur Anpassung nicht mehr eingeschickt werden, welches lange Wartezeiten auf Kamera und Objektiv erspart.

Hierfür wurde eine spezielle Software namens SIGMA Optimization Pro entwickelt, mit welcher die Objektiv-Firmware simple aktualisiert werden und das Objektiv individualisiert werden kann.

Diese könnt Ihr hier kostenlos herunterladen.

Wir haben aktuell drei Anschlüsse in unserem Onlineshop zur Verfügung: Canon, Nikon und Sony. Unter diesem Link findet Ihr die mit dem USB Dock kompatiblen Objektive.

 

Betriebsvoraussetzungen:

  • 1 GB freier Festplattenspeicher
  • Grafikkarte mit 24 bit oder mehr
  • Monitorauflösung von 1024 x 768 oder mehr
  • USB 1.1 als Standard

Windows:

  • Windows 7/8
  • Empfohlen: Core2Duo Prozessor oder höher

Mac OS:

  • 1 GB RAM
  • Mac OX Ver. 10.7/10.8
  • Intel Core Prozessor

 

Nachdem sowohl das Objektiv mit dem USB Dock als auch dieser mit dem Rechner verbunden sind, leuchtet das kleine Licht des Docks grün auf und es öffnet sich in der SIGMA Optimization Software ein Bild des Objektives mit passenden Produktinformationen. In der linken Spalte werden alle Objektive angezeigt, die bereits mit diesem Rechner verbunden waren.

Nun könnt Ihr mit dem Kalibrieren beginnen.

 

Individualisierungsmöglichkeiten (Contemporary, Art und Sports):

(Kompatibel mit dem 24mm F1.4 DG HSM A015, 50mm F1.4 DG HSM A014, 24-35mm F2 DG HSM A015, 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM S013, 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM C015)

Objektiv-Firmware:

Die Objektiv-Firmware kann per Internet aktualisiert werden. Jedes Mal, wenn das Objektiv verbunden wird, checkt die Software, ob derzeit ein Update vorhanden ist. Wird eines gefunden, solltet Ihr dies zu aller Erst installieren.

Fokus-Einstellung:

Für Objektive mit Festbrennweite stehen vier Optionen für den Aufnahmeabstand zur Verfügung.

Für Zoom-Objektive gibt es insgesamt 16 Optionen:  vier Optionen für die Brennweite mit je vier Optionen für den Aufnahmeabstand.

Die vier Skalen des Aufnahmeabstandes stellen je 25% des Fokus-Weges da.

Mittels der Software können Front- und Backfokus ausgeglichen werden. Front- oder Backfokus bedeutet, dass ein Punkt fokussiert wird, die Schärfe bei dem fertigen Foto aber vor beziehungsweise nach diesem anvisierten Punkt liegt. In der Software kann dies behoben werden, indem man die Werte entgegen des Fokus erhöht oder senkt. Wenn der Schärfepunkt zum Beispiel bei -0,1 (Frontfokus) liegt, muss eine Fokus-Einstellung um +0,1 vorgenommen werden, um die fehlerhafte Fokussierung zu korrigieren.

Nach den vorgenommenen Einstellungen solltet Ihr Probeaufnahmen vornehmen, um die Einstellungen hinterher eventuell zu verfeinern.

Jederzeit-MF-Einstellung:

Mit der Jederzeit-MF-Funktion kann die notwendige Drehung am Fokus-Ring für die manuelle Fokussierung individualisiert werden, beziehungsweise aktiviert und deaktiviert werden.

 

Individualisierungsmöglichkeiten (Sports) :

Diese Objektive haben einen Schalter für Benutzerdefinierte Einstellungen (CUSTOM SCHALTER).

(Zusätzlich mit dem 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM C015 kompatibel)

AF- Geschwindigkeit-Anpassung:

Für den Autofokus gibt es drei verschiedene Geschwindigkeitsmodi (Serienbildgeschwindigkeits-Priorität, Standard, Fokuspräzisions-Priorität).

In der ersten Einstellung bewegt sich der Autofokus mit hoher Geschwindigkeit und fängt so besonders gut Motive ein, die sich schnell bewegen.

Im Standard-Modus wird versucht, eine ausgewogene Mischung aus Präzision und Geschwindigkeit zu bieten. Er eignet sich gut für den fotografischen Alltag.

In der Fokuspräzisions-Priorität arbeitet der Autofokus sehr langsam aber umso präziser. Dies eignet sich gut für den Einzel-Fokus und für Motive, welche sich kaum oder gar nicht bewegen. Diese Einstellung eignet sich außerdem gut für das Videodrehen um schnelle Fokussprünge zu vermeiden.

Fokussierbereichs-Begrenzung

Der Autofokus-Bereich kann an die persönlichen Präferenzen des Fotografen angepasst werden. Wenn Motive fotografiert werden, welche sich stets weit entfernt befinden, kann der Fokus-Bereich beschränkt werden. Durch einen verkürzten Fokusweg arbeitet das Objektiv schneller.

OS-Einstellung:

Für den Bildstabilisator eines Objektives gibt es drei Anpassungsmöglichkeiten (Dynamischer OS-Modus, Standard-Modus, Moderater OS-Modus).

Mittels des Dynamischen OS-Modus wird eine maximal stabilisierende Wirkung erreicht und das Sucherbild wirkt wie eingefroren. So wird eine schnelle Komposition der Bilder erreicht, was sich besonders bei sich nicht bewegten Motiven eignet.

Im Standard-Modus wird auch hier versucht, ein Kompromiss zu finden. Er eignet sich für eine Vielzahl von Aufnahmesituationen.

Der Moderate Stabilisator eignet sich für bewegte Motive, denn er sorgt für sanfte Bewegungen im Sucherbild, wodurch sich diese besser verfolgen lassen.

 

SIGMA hat auf seinem YouTube Kanal übrigens hilfreiche Tutorials für die Nutzung der Optimization Pro Software.

Die vorgenommenen Einstellungen werden erst nach Übertragung wirksam und können jederzeit auf Werkeinstellung zurückgesetzt werden. Den USB-Dock erst entfernen, wenn der gesamte Prozess beendet ist.

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Kreieren eines für euch “perfekten“ Objektiv.

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Author

Janina

Date & Time

März 16, 2017