Aus der Welt des Quadrats

Lange mussten wir auf sie warten, die erste komplett analoge Sofortbildkamera von Fujifilm, die Fotos im Instax Square Format ausspuckt. Fujis einzige Square-fähige Kamera war die SQ10. Da diese aber eigentlich eine digitale Kamera mit integriertem “Sofortbild-Drucker” war, nahm sie eine Sonderstellung im Instax-Sortiment ein und wurde von Sofortbildbegeisterten mit gemischten Gefühlen angesehen. Einige Zeit war die Lomo’Instant Square von Lomography die einzige analoge Square Kamera. Diese teilt sich jedoch einen Nachteil mit der SQ10; einen, für eine Sofortbildkamera, sehr hoch angesetzten Preis. Genau in diese Lücke setzt sich die neue SQ6 und verspricht analogen Sofortbildspaß gepaart mit vielen kreativen Funktionen, einem elegantem Aussehen und qualitativ hochwertigen Bildergebnissen in einem charmanten Format zu einem vernünftigen Preis.

So sieht sie aus

Annähernd Quadratisch. Im selben Format wie das Foto das die Kamera verlässt, so präsentiert sich die SQ6. Dabei ist sie mit ihren 118,7 x 128,1x 58,1 mm ziemlich kompakt und wiegt ca. 400g. Nur die meisten Instax Mini Kameras sind noch kleiner und leichter. Die abgebildete Farbe (Pearl White) macht ihren Namen alle Ehre, da diese nicht nur rein Weiß ist, sondern tatsächlich perlmutähnlich Schimmert. Aufnahmen für eine Trageschlaufe sind ebenso vorhanden wie ein Stativgewinde und der beliebte Selfiespiegel.

Lieferumfang

Neben der Kamera und dem obligatorischen Zettelhaufen liegen noch andere praktische und interessante Zubehörteile in der Verpackung. Unter anderem befinden sich die, zum Betrieb der Kamera nötigen, Batterien in der Verpackung. Es handelt sich hierbei um die sogenannten CR2 Zellen, welche leider im Vergleich zu AA Batterien nicht so weit verbreitet und recht Teuer sind, allerdings soll ein Satz dieser Zellen für bis zu 30 Pack Filme (also 300 Bilder) reichen. Ein Batteriewechsel sollte so nur selten nötig sein.
Mit dem beigelegten Tragegurt kann die Kamera bequem um den Hals gehängt werden und somit praktisch getragen werden.
Außerdem sind noch, auf dem Bild nebenan in den Ampelfarben sichtbar, Farbvorsätze für den Blitz im Lieferumfang enthalten. Diese können genutzt werden, um den Bildern bewusst einen Farbstich zu geben. Dabei lassen sie sich einfach aufstecken und halten sicher auf dem Blitz.

Funktionen

In dem kurzem Video kann man die Grundlegende Bedienung der Kamera sehen. Schalter, Knöpfe, Aufsätze… Soweit funktioniert alles sehr einfach und innovativ. Das Durchschalten der verschiedenen Betriebsmodi über den einen Knopf fällt aufgrund der Vielzahl der Modis leider etwas umständlich aus. Hier hätte ein Knopf mehr nicht geschadet.
Ein mechanisches Bildzählwerk verrät einem auf einfache Art und Weise, wie viele Bilder noch verbleiben. So muss man die Kamera nicht einschalten um überprüfen zu können, wie viel Bilder noch übrig bleiben. Das ist Praktisch, geht schnell und lässt mehr Strom für das eigentliche Fotografieren in der Batterie.

 

Fotografieren mit der SQ6

Von Helligkeit…

Fotos machen geht mit der SQ6 wirklich kinderleicht, da man die Kamera im Grunde nur einschalten muss und wenige Augenblicke später schon das erste Bild machen kann. Dabei mach die Belichtungsautomatik echt einen guten Job. Aufpassen muss man allerdings, wie bei allen Kameras im Automatikmodus, bei starkem Gegenlicht, da das Motiv dann häufig zu dunkel abgebildet wird. Hierbei hilft es, die Kamera auf den Modus “L” zu stellen, oder sich einen anderen Hintergrund mit weniger Gegenlicht zu suchen.

Schärfe…

Um das Maximum an Bildschärfe herauszuholen, empfehle ich bei Motiven die weiter als 2m entfernt sind den Landschaftsmodus (Berg) und bei Motiven die ganz nah an der Kamera liegen ca. 0,3-0,5m den Selfiemodus oder den Makromodus (Blume) zu verwenden. Dazwischen erzielen die restlichen Modi (A, Mehrfachbelichtung, Heller und Dunkler) die besten Ergebnisse. Leider lassen sich auf Grund der Bedienung keine Helligkeitsanpassung oder Mehrfachbelichtungen im Makro-, Selfie- und Landschaftsmodus machen. Hier hätte der besagte zusätzliche Knopf mit mehr Optionen geholfen.

farbenfrohen Licht…

Der Kamera liegen drei Aufsätze für den Blitz in den Farben Grün, Lila und Orange bei. Damit kann man dem Motiv, wenn es in der Reichweite des Blitzes liegt, einen Farbstich verpassen. Das macht nicht nur Spaß, sondern gibt dem Bild Pepp und Einzigartigkeit.

und Diskretion

Diskretes Fotografieren ist mit der SQ6 auch möglich, allerdings nur wenn genügend Licht vorhanden ist. Hierzu schaltet man den eingebauten Blitz über die Funktionstaste (durchgestrichener Blitz) aus und begibt sich auf Motivjagt. Ein Motiv gefunden, visiert man es an, drückt den Auslöser und hält ihn gedrückt. Erst nachdem man den Auslöser wieder los lässt, wird das Bild mit dem typischen Sofortbild-Surren ausgegeben.

Fazit

Diese Kamera glänzt vor allem durch eines – Benutzerfreundlichkeit. Sie ist wirklich sehr einfach in der Bedienung und gibt den Fotografen ein paar mehr kreative Werkzeuge an die Hand, als die meisten anderen Instax. Einzig die heller/dunkler Option hätte meiner Meinung nach einen eigenen Knopf verdient. Mit dem Stativgewinde und dem Selbstauslöser lassen sich Selbstportraits die über das normale Selfie hinaus gehen verwirklichen und die Mehrfachbelichtung lädt zum Experimentieren ein.
Mit der Instax SQ6 hat Fuji endlich eine massentaugliche analoge Instax Square auf dem Markt.

Links

Die Instax SQ6 ist hier in unserem Onlineshop erhältlich.

Passenden Film zur Kamera gibt es hier.